Rock in der Region Vorentscheid
6. November 2021
LAUF!! | Cover Identity | D’EMO | Ghost of Baltimore

Ihr erster gemeinsamer Live-Auftritt hätte nicht besser laufen können: Beim Vorentscheid Rock in der Region im TriO in Bad Essen überzeugte ghost of baltimore sowohl Jury als auch Zuschauer und zieht somit in das Finale des Osnabrücker Musikfestivals ein.
„Wir haben wirklich überhaupt nicht damit gerechnet – und realisiert haben wir es auch noch nicht ganz“, schildert „ghost of baltimore“-Schlagzeugerin Elisa Stock ihre Reaktion auf den Sieg im Vorentscheid Rock in der Region in Bad Essen. Ihr Erfolgsrezept war simpel: Eine große Menge Einfluss aus dem Grunge und Alternative Rock der 90er, mindestens genauso viel Energie auf der Bühne und dynamische Songs, bei denen sich ruhige Strophen mit krachenden Refrains abwechseln. Nicht nur der Jury, sondern auch besonders dem Publikum schien diese Mischung zu schmecken: Die Spielfreude der Band färbte auf die Zuschauer ab, die im Takt mitwippten und mitklatschten.
Insgesamt vier Bands spielten im Trio Bad Essen um die Finalteilnahme bei dem Musikfestival Rock in der Region: LAUF!!, Cover Identity, D’EMO und ghost of baltimore. Es ist bereits beinahe eine Tradition, dass vier Bands im November im Rahmen von Rock in der Region auf der Bühne des TriO performen. Einzig im vergangenen Jahr musste das Festival pandemiebedingt zeitlich und örtlich verschoben werden. Darum zeigte sich der veranstaltende Verein, Musik:INI e.V., froh, dass in diesem Jahr Zuschauer und Bands – unter 2G-Bedingungen – nach Bad Essen kommen konnten: „Es ist toll, mal wieder eine Live-Veranstaltung stattfinden zu lassen“, resümiert der erste Vereinsvorsitzende Jannik Oberdiek die Veranstaltung. „Wir sind außerdem glücklich, dass trotz der Pause wieder so viele Zuschauer ins TriO gekommen sind.“
Bereits bei der ersten Band des Abends, LAUF!!, kam eine lockere, ausgelassene Stimmung auf, die Cover Identity und D’Emo aufrechterhielten. Bemerkenswert war auch die Wertschätzung der Bands untereinander: Obwohl sie alle um die Finalteilnahme von Rock in der Region spielten, jubelten sie einander zu – von Konkurrenzkampf überhaupt keine Spur. Das Duo Lauf!! gab nach dem Konzert sogar zu: „Auf dem Hinweg wussten wir noch gar nicht, dass es sich um einen Contest handelt. Uns war nur wichtig, dass wir Spaß haben und wieder vor Leuten spielen konnten.“
LAUF!! lieferten mit einer kurzweiligen, lockeren und witzigen Show einen furiosen Auftakt für den Abend. Dank eines Drum-Computers und zweistimmigem Gesang klang das Duo wie eine Band in Vollbesetzung. Ihre Songs erinnerten an eine Mischung aus den Ärzten und Skate-Punk aus den 1990ern und dauerten gefühlt nur ein bis zwei Minuten. Das Tempo ihrer Songs war mitunter so hoch, dass selbst ihr Drum-Computer ins Schwitzen kam.
Etwas ruhiger ging es bei Cover Identity zu. Sie gaben ihren Songs und den Zuschauern etwas mehr Luft zum Atmen. Neben Pop- beziehungsweise Punk-Rocksongs hatten sie auch Balladen für die Zuschauer im Gepäck. Besonders der melodische Gesang von Sophie Niederhaus stach heraus. Sie waren mit einem Alter von 17 und 18 Jahren auch die jüngste Band des Vorentscheids.
„Wir sind D’EMO und spielen guten, alten Punkrock“, kündigte Sänger und Gitarrist Pepe Schladitz seine Band an. Auf die Worte ließen sie mit fettem, kernigen Bass-Sound, rohen Gesang und druckvollen Drums Taten folgen. Die Chemie zwischen den Bandmitgliedern, die mit Trainingsanzügen im Regenbogenlook spielten, stimmte. Das Ergebnis war eine Wand aus Sound, die von der Bühne aus auf die Zuschauer strahlte.
Insgesamt konnte jede der vier Bands überzeugen. Das zeigte sich in der durchgehend guten Stimmung den Abend über und im Ergebnis der Abstimmungen von Jury und Zuschauern. Alle Bands lagen nahe beieinander, mit dem positiven Ende für ghost of baltimore. Sie dürfen im Finale von Rock in der Region im Haus Der Jugend Osnabrück antreten.

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